Presse






Oktober 2015

Birgit Arens-Dürr hat ...
bei Wolfgang Uhl ´reingeschaut

Roher Stein bestimmt das Design


Aus Steinen kreiert Wolfgang Uhl in seinem Atelier in Rumpenheim Unikat-Schmuckstücke. 

Es sind keine geschliffenen Preziosen, die er dafür auswählt. Rau, eckig und kantig dürfen sie sein. 

Mal nimmt er Edelsteine, dann interessant geformte Kiesel vom Feld


Im ehemaligen Marstall des Rumpenheimer Schlosses hat Wolfgang Uhl sein Schmuckatelier eingerichtet. Ringe, Ketten, Armbänder und Ohrgehänge gibt es dort in Regalen und flachen Schubladen zu entdecken. Manche baumeln von der Decke, andere sind auf Karten befestigt und in Karteikästen sortiert. Der Besucher soll auf Schatzsuche gehen. Stets sind es Steine, die Uhl in Szene setzt. Einige funkeln farbig. Andere sind schlicht, wie ein bizarr geformtes Stück Straßenschotter, das eine Kette ziert oder Fossilien aus Offenbacher Gefilden. „Ich bearbeite die Steine nicht, sondern lasse sie, wie ich sie finde oder bekomme“, erklärt der Kreative. Um sie zu fassen oder zu befestigen, verwendet er Silber. Oft kombiniert er sie mit Süßwasser- oder Steinperlen.

„Ich bin kein ausgebildeter Goldschmied, sondern Maschinenbau-Ingenieur“, berichtet Uhl. Das Fach habe ihn aber nicht fasziniert. Er hängte sein Diplom an die Wand und wurde 1980 freischaffender Künstler - zuerst Keramiker, dann Schmuckgestalter. „Die Schmuckherstellung habe ich mir ,learning by doing' beigebracht. Bei den technischen Überlegungen kommt mir das Studium allerdings zugute“, sagt er. Goldschmiede staunten immer wieder über die unkonventionellen Wege, auf denen er Stein und Metall verbindet. „Aber alles hält sehr gut“, versichert er. 19 Jahre lang betrieb er sein Gewerbe in der Offenbacher Innenstadt. Als der Mietvertrag für die Räume in der Geleitstraße nicht verlängert wurde, verlegte er es an seinen Wohnort Rumpenheim. „Wohnen und arbeiten kombinieren zu können finde ich ideal. Außerdem ist die Atmosphäre hier schöner und es gibt andere Künstler und Kunsthandwerker in der Nachbarschaft. Wir tauschen uns aus und laden gemeinsam jedes Jahr im September zu den Rumpenheimer Kunsttagen ein,“ sagt Uhl.


Wolfgang Uhl setzt Steine,
wie diesen Copal an einer Ypsilon-Kette, 
wirkungsvoll in Szene.
Foto: Arens-Dürr/IHK
Offenbacher Wirtschaft 10/2015
Überhaupt sind es Verkaufsausstellungen und Kunsthandwerkermärkte, auf denen er seine Kleinode vorwiegend anbietet. „Durchschnittlich bin ich an zwei Wochenenden im Monat unterwegs, auch bis nach Süddeutschland und Luxemburg“, sagt er. Zwar verfügt sein Internetauftritt über einen Online-Shop mit mehr als 300 Schmuckstücken, doch der diene eher der Vorabinformation. Seine Kreationen müsse man fühlen und anprobieren, sehen, ob sie der Trägerin stehen. Männer gehörten seltener zu seiner Klientel. Die meisten suchten nach einem Geschenk für eine Frau. Er habe zwar beispielsweise auch eine Auswahl an Manschettenknöpfen gestaltet, doch seiner Erfahrung nach bevorzugten Männer eher klassische Accessoires. „Eine Besonderheit meiner Kollektion ist die Ypsilon-Kette, die meist aus zwei verschiedenen Steinsträngen gefertigt ist. Am Dekolletee kommen beide in der Mitte zusammen, doch ein Strang ist länger, ragt nach unten und formt ein Ypsilon“, beschreibt er seinen Verkaufsschlager, der bei Schmucksammlerinnen begehrt ist. „Manche Liebhaberin kauft auch die sechste oder siebte Kette“, berichtet er.














Nachrichten aus Deutschland und der Welt – Frankfurter Rundschau

                         


Zeichnen als Gegenwelt zum Alltag


Von MEIKE HICKMANN, 13. MÄRZ 2015

Jutta Hingst zeigt ihre Werke im Schmuckatelier Uhl

Schilder weisen schon durch die kopfsteingepflasterten alten Gassen zu den Ateliers: Die Besucher des Rumpenheimer Kunstfrühlings an diesem Wochenende sollen die Kunst ja auch finden. Auch Künstlerin Jutta Hingst erwartet viel Besuch im Schmuckatelier ihres Partners Wolfgang Uhl, wo sie ihre Bilder ausstellt. „Ich hoffe dass schönes Wetter ist, damit ganz viele Leute herkommen“, freut sie sich auf den Tag, an dem die Rumpenheimer Ateliers offen stehen. „Aber Rumpenheim ist ja durch den Main, den Schlosspark und die Kneipen auch ein beliebtes Ausflugsziel.“ Sie und Uhl präsentieren gemeinsam ihre Neuheiten. Ihr Atelier ist in der Schlossgasse, direkt am Park. Über die Kunst haben sie sich auch kennengelernt, nämlich beim Offenbacher Künstlermarkt. Auch künstlerisch passen sie gut zusammen: Hingsts fröhliche Zeichnungen und Radierungen harmonieren mit Uhls farbenfrohem Schmuck 
mit den nicht eingefassten Natursteinen. Die Serie „Pintura“ haben sie sogar zusammen gemacht, Uhl fertigte die eleganten Ringe, Hingst füllte sie mit kleinen Gemälden aus Farbe und Schmucksteinen.

Rumpenheim inspiriert Künstler mit seiner Natur und dem ländlichen Charme  

Hingst ist Sozialpädagogin, aber weil die Kunst sie seit ihrer Jugend faszinierte, studierte sie auch noch an der Hochschule für Gestaltung. „Ich muss einfach malen, dass ist für mich wie eine Gegenwelt“, sagt Hingst.
„Es vergeht kein Wochenende, an dem ich nicht male.“ Ihr Partner sei am Wochenende oft auf Kunsthandwerkermärkten unterwegs, da könne sie sich ausbreiten. Denn für die aufwendige Technik der Radierung brauche sie viel Platz. „Erst wird in die Metallplatte geritzt, dann kommt die Farbe, die, die überschüssig ist, wird dann weggenommen oder verrieben und schließlich wird gedruckt“, erklärt sie den Prozess. Aber der Aufwand lohne sich, denn die sogenannte Kaltnadelradierung erlaube viel Gestaltungsspielraum, sowohl mit der Farbe als auch durch das Hinzufügen aller möglichen Gegenstände. „Mal nehme ich Stoff oder Schmirgelpapier“, sagt sie und zeigt Drucke mit sonderbaren Strukturen. „Oder etwas was ich im Schlosspark gefunden habe, wie diese Samenhülsen.“
Hingst ist gerne draußen und geht spazieren oder fährt Fahrrad am Main. „Das inspiriert mich einfach“, sagt sie. Vielleicht sei das auch der Grund, dass so viele Künstler in Rumpenheim arbeiten. „Früher war das hier mal ein Pferdedorf, heute ist es ein Künstlerdorf“, meint Hingst. Es sei eine ländliche, schöne Gegend, ruhig und nah am Wasser.. „Immer wenn ich hier draußen unterwegs bin, nehme ich Stift und Papier mit, und wenn ich etwas sehe, was mich fasziniert, zeichne ich es direkt“, erzählt sie. Am Rumpenheimer Schloss treffen sich öfter die Boule-Spieler, da habe sie sich einfach dazugesetzt und Skizzen von ihnen gemacht. Oder die Raben im Park, von ihnen habe sie eine ganze Serie gemacht. „Vögel finde ich einfach toll, sie haben so etwas Witziges, Humorvolles“, sagt sie. Deshalb sind auch oft Hühner und Strandläufer auf ihren Bilder zu sehen. Uhl und sie wandern viel, er sammelt Steine und sie Motive. Die Raben in Aquarell habe sie bei den Kunsttagen im Herbst fast alle verkauft. Die meisten, die zum Kunstfrühling kämen, seien schon Stammkunden bei den Rumpenheimer Ateliers. „Sie sind neugierig, was es Neues gibt“, erzählt sie. „Ich freue mich, wenn die Besucher dann in mein Atelier kommen und ein bisschen schmunzeln über meine Bilder.“ 
Denn ihr Anspruch sei es, mit ihrer Kunst die Leute einfach zu erfreuen.






Offenbach Post  
11. März 2015






Offenbach Post  
4. Dezember 2014





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Offenbach Post / Heimatblatt Bürgel und Rumpenheim Februar 2014







Auszug aus dem Buch über verborgene und ungewöhnliche Orte sowie außergewöhnliche Menschen in der Stadt.
14,80 €  Cocon Verlag  November 2012
Offenbach ist eine Stadt voller außergewöhnlicher Orte, die auch kundige Einwohner überraschen. Der Autor Uwe Kauss hat sie gesucht und gefunden. Er hat sich für sein Buch „99 mal Offenbach – Orte, Menschen, Bilder, Geschichten“ auf die Reise in ein verborgenes Offenbach gemacht. Er lernte interessante Menschen und spannende Vorhaben kennen. 99 mal blickt er in die Hinterhöfe und hinter die Fassaden, taucht ein in alte Zeiten und entdeckt die Gegenwart der Stadt aus einer ganz neuen Perspektive. Diese Geschichten erzählt er spannend, abwechslungsreich und literarisch, mit viel Humor und Gefühl. Darin geht es beispielsweise um Goethe, Büchner und Hesse, um Marylin Monroe, Popstar Sasha und um Tennisprofi Andrea Petkovic. Der Autor traf Künstler, Kunstsammler, Designer, Theatermacher, Feuertänzer und einen Winzer. Er besuchte spannende Clubs und ungewöhnliche Läden, ein Windhunderennen und Kinder auf dem Parkhausdach. Außerdem fand er kaum bekannte Museen, vergessene Bunker, einen verborgenen Tresorraum, wunderschöne Jugendstilgebäude, die Spuren der deutschen Jukebox und das Haus des ersten Außenministers der Bundesrepublik. Folgen Sie Uwe Kauss bei seinem überraschenden, literarischen Rundgang durch die Stadt  bis zu mir in mein Schmuckatelier!

Wie Steine zu Schmuck werden 

Da liegt ein Kieselstein auf dem Weg. Helles Grau, vom Regen gerundet, langweilig. Ist halt ein Stein, was soll's. 
Wolfgang Uhl sieht das anders. Für ihn ist das ein Schmuckstück. Denn er macht Schmuck, der anders ist. Steinschmuck. 
Der Rumpenheimer Künstler lebt und arbeitet im Marstall des ehemaligen Schlosses. In seinem Atelier im Erdgeschoss zeigt er Ketten, Ringe, Armbänder und Ohrringe, die weder Diamant, Saphir und Rubin brauchen. Er kombiniert natürliche Kristalle, farbenprächtige Mineralien, unbearbeitete Muscheln und Kiesel mit Silber und Zuchtperlen. Jedes Stück ist ein Unikat, Serienproduktion ist für ihn nicht denkbar. 
Wer sein denkmalgeschütztes Atelier betritt, geht an fünf hölzernen Kästen an der Wand vorbei, jeder mit einer anderen Farbe und Struktur. Dezent beleuchtet, finden sich Ketten und Armreifen auf Sockeln und in kleinen Schubladen zum Selberstöbern. Wer auf dem schiefen historischen Steinboden des ehemaligen Pferdestalls weitergeht, steht vor Uhls Arbeitsplatte. Hinter einem kiloschweren Quarzkristall begrüßt auf dem Präzisionsbohrer ein Froschkönig die Gäste, dahinter eine kleine Schraubzwinge. Jede Menge Werkzeug liegt herum. 
Seit 1999 ist Rumpenheim Uhls Heimat. Zuvor arbeitete er in einer winzigen Ladenwerkstatt in der Geleitsstraße. „Ich hatte sieben Quadratmeter Werkstatt und 20 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Das war hart, aber es ging.“ Dort produzierte der aus Offenbach stammende Künstler vor allem Keramik, fertigte Teller und Leuchter.
Studiert hat er allerdings Maschinenbau. Es war „eine andere Welt“ für ihn. Nicht seine. „Ich wollte immer Erfinder sein, aber mit Maschinenbau konnte ich das nicht werden.“ Schon während des Studiums produzierte er Keramik, und 1980 begann er, als freischaffender Künstler zu arbeiten. Obwohl es „eigentlich ganz gut“ lief, experimentierte er parallel mit Steinschmuck und ließ die Keramik bald ruhen. An den Wänden seines Ateliers finden sich dutzende Naturerscheinungen, die Uhl mit wenigen Mitteln zum Schmuckstück macht. „Ich bin ein Naturfreund, ich bin gern draußen, liebe das Meer, ich wandere oft“, erzählt er. Die Natur in ihren Formen und Erscheinungen - „sie kann ich wirklich genießen“. 
Ihr ästhetischer Reiz „ist das, was mich interessiert.“ Natürliche Kristalle, die er selbst findet oder von Mineralienhändler bezieht, verwandelt er mit zarten silbernen Röhren zum Anhänger. Ihre manchmal durchbrochene Struktur, Eleganz und Farbe bringt er auf der Haut der Trägerin zum Leuchten, indem er einen Kontrast setzt. Das geschieht etwa mit zart-mattem Silber, dem Glanz von Perlen, dunklem Hämatin oder kleinen, geschliffenen Bergkristall-Elementen. 

Uhl hat in den vergangenen Jahren eigene Techniken und Verfahren entwickelt. So entstand 2006 die Y-Kette, die meist aus zwei verschiedenen Strängen gefertigt ist. Am Dekolletee kommen beide in der Mitte zusammen, doch ein Strang ist länger, ragt nach unten und formt so ein Y. Beim Tragen entsteht so eine besondere Eleganz. 
Ein ähnlich reduziertes Prinzip wendet er bei Ringen an. Die Steine, Mineralien und Muscheln bringt er versetzt an ebenso unsymmetrisch geformten, meist sich verjüngenden Ringen an. Beim Tragen wirkt der Schmuckstein nun, als schwebe er zwischen den Fingern. Auch hier kombiniert er Materialien, die sich auf den ersten Blick fremd sind: Schlichten Basalt oder unpolierten Bernstein setzt er neben eine weiße Zuchtperle. „Ich habe beobachtet, dass traditionelle Ringe mit genau zentriertem Stein sich im Alltag zur Seite drehen“, erklärt Uhl das Konzept, „bei meinen kann das nicht passieren.“ Sie sitzen und die Steine schweben. 
Eine collagenartige Ästhetik bietet seine „Pintura“-Technik, in der er Edelsteinsplitter, Sand und Ölfarbenpigmente mit Quarzsplittern in einem speziellen Verfahren kombiniert. „Das sind Steinbilder, die so entstehen“, wundert er sich immer noch. Nebenan befindet sich sein Archiv mit tausenden Objekten, die er teils auf Reisen oder beim Wandern gefunden hat. Sie bleiben wie sind. Er säubert sie nur, mehr nicht. Ihren Reiz entfalten sie schon selbst.





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Offenbach Post  September 2012

Was einst Teil der Offenbacher „Kunstansichten“ war, ist zum eigenständigen Festival gereift: 

Die „Rumpenheimer Kunsttage“ locken zum früheren Landgrafenschloss. 
Von Reinhold Gries


Nach dem Vorspiel mit Leonore Poths Pastellen in der Kunstscheune, nun durch Ute Jeutters Aquarelle im Innenhof ergänzt, beginnt das Festival heute um 19 Uhr mit der „Ouverture“ in der Schlosskirche, wo die Gemeinschaftsausstellung eine Woche geöffnet bleibt. Nicht nur bei der Soirée mit Harfenistin Mónica Rincon und Flötistin Nina Steinbronn werden die Kunst- auch zu Musiktagen. „Lyrik und Musik“ sowie ein „Spaziergang mit Saxophon“ begleiten den mit roten Fußspuren markierten Rundgang am Wochenende durch 14 Kunststationen. Der Parcours führt von Schloss-Casino, historischen Tiefkellern, Mausoleum und Innenhof über Schloss- und Fischergasse bis zur Schreibwerkstatt Klingspor in die Kunstfabrik und zur Landgraf-Friedrich-Straße. Dabei zeigen 24 Künstler Fotografie, Malerei, Skulpturen und Objekte, Installationen, Lichtkunst und Grafik. Prägend sind dabei renommierte Formgeber wie Wolfgang Uhl. Aus Ostseekieseln formt er ebenso einzigartige Schmuckobjekte wie aus Bergwerk-Bernsteinen, Poona-Cavansit-Kristallen oder Rohopalen. Sein Studio wird durch Petra Maria Mühls in Wachs gegossenen und dann virtuos fotografierten „Rosenkosmos“ zum Gesamtkunstwerk. In der Kirche hat Uhl eine Papierarbeit in QR-Code bedruckt, mit dem Besitzer internetfähiger Handys „WasserFilme“ abrufen können. Meister ihres kunsthandwerklichen Fachs sind auch Glasfusing-Experte Chris Reinelt und Keramik-Designerin Birgit Palt. Während Reinelts klar strukturierte Schalen und Scheiben oft das Erbe des Bauhauses fortschreiben, pendelt Palt zwischen Nutzwert und unerschöpflichen Möglichkeiten von Porzellan, Steinzeug und Textil. Hohen Anspruch pflegen auch Kalligrafien von Maritta Staacks von der Schreibwerkstatt Klingspor im Hoefer-Archiv wie in der Kirche. In deren Logen hat die frischgekürte Staatspreisträgerin Sabine Perez (Work-)Shops eingerichtet, um vergessene Leinenstickkunst zu neuem Leben zu erwecken. Dazu bespielt Ehemann Daniel Perez zwei Kirchenbänke mit Hörinstallationen zu eigenen Texten und spiegelt Gehörtes visuell im Kirchenschiff. Dort hängt eine der großformatig abstrahierenden Malereien Regina Bahmanns als Projektionsfläche für Träume und Assoziationen, während Jörg Häuslers Farbigkeit daneben ins Dreidimensionale führt. In Innen- wie Außenräumen trifft man auf Materialexperimente wie Daniel Michels mit Flachkies besetzte Holzkörper, Hannes Metz‘ gleichnishafte Figurationen, Wilhelm Hardts surreale Plastiken oder Manfred Funkes kinetische Plastiken. Reizvoll auch die Licht-Welt-Werkstatt von Marina Greis im Schloss-Keller mit skurrilen Licht- und Schattenspielen um Skulpturen und Wandobjekte. Klassischer wirken Andrea Pflefkas schwebende Aquarelle und Gouachen zu Gefühltem wie Gesehenem, Lucie Heirichs unmanipulierte Analog-Fotos, Jutta Hingsts filigrane Tier-Radierungen und Janine Bruchets „französische“ Mainlandschaften. Im Mausoleum dann Archaisches bei von Peter Jakubowski arrangierten Plastiken Drei- bis Sechsjähriger zum Motto „ICH, wenn ich groß bin“.





Offenbach Post Dezember 2011








Fliegende Steine 

Kleine Kunst in der Steinheimer 

„Galerie am Platz des Friedens“ 

Steinheim (dk) 16. November 2010


Können Steine schweben? Klar, man muss sie nur an einem von der Decke hängenden Faden befestigen. Wenn ausgesuchte Steinbrocken allerdings dann arrangiert oder, mit anderem Material ergänzt werden, wenn aus dem glatten, eiförmigen und faustgroßen Kiesel ein von Wind und Wetter gebleichter graziler Ast heraus wächst, dann schwindet der haltende Faden aus dem Blickfeld. Und so entstehen aus Fundstücken extraterrestrische Flugkörper, schwebende Wesen, die etwas Magisches haben. Die zirkulierende Luft im Raum hält die Objekte in Bewegung, und jede Drehung lüftet neue Geheimnisse der Arbeiten des Offenbacher Schmuckkünstlers Wolfgang Uhl. 
Er ist einer von neun Ausstellern, die an der diesjährigen Abschlusspräsentation "Das kleine Format" in der "Galerie am Platz des Friedens" in Steinheim vertreten sind und alle beim Betrachter eines bewirken: vergnüglichen und immer wieder überraschenden Kunstgenuss.

Hanau Post





Kunsthandwerk blüht
Rumpenheimer Designer und 
Schreibwerkstatt Klingspor präsentieren sich
Von Reinhold Gries
Offenbach • Dieser Winter war lang und kalt. Einige Rumpenheimer Kunsthandwerker haben genug davon und starten am Sonntag, 15. März, in den Frühling. 
Ihre Atelierpräsentation „Rumpenheimer Kunstfrühling 2009" ist eine 
hochkarätig bestückte Premiere.

Besonders gespannt ist man im neuen „Karlgeorg-und-Maria-Hoefer-Archiv" in der Kunstfabrik am Main (Halle 1), Kleines Gässchen 13-15, wie die erste Kooperation mit der Rumpenheimer Kunstszene verläuft. Wie die Ateliers öffnen dort Dankwart Samel, Schriftkünstlerin Hannelore Andree und andere Mitglieder der Schreibwerkstatt Klingspor Offenbach von 13 bis 18 Uhr die Tore, um die Schätze Hoefers und anderer bekannter Schriftkünstler auf Tischen, in Schubschränken und an den Wänden zu zeigen und zu erläutern. Ihre in Vitrinen und Regalen ausgestellten sternförmigen Kalligrafie-Briefe, geschwungenen Versalien und vorbildhaften Musterblätter brauchen sich hinter Meister-Vorbildern nicht zu verstecken.
Über den Hof geht es zur Halle 3. Dort ist das Atelier des Spray-Künstlers Marcus Dörr bei der Aktion "Deutschland - Land der Ideen“ als "Ausgewählter Ort" ausgezeichnet worden. Neue Ideen will der findige Dörr demnächst mit Partnern an der Kaiserleibrücke präsentieren, vieles ist noch Geheimsache.
"Open und full house" hat dagegen der Amerika-erfahrene Glasfusing-Künstler Chris Reinelt. In seiner mit Blick auf den Main ausgestatteten Werkstatt findet zwischen bis zu 950 Grad Celsius hochgefahrenen Glasschmelzöfen pralles Leben statt. Teilnehmer von Volkshochschulkursen führt er genauso gern in die ungewohnte Glasschmelztechnik ein wie Kinder und Jugendliche der Jugendkunstschule - oder Japaner, die nach gläsernen Messerbänkchen für Essstäbchen fahnden. Es ist spannend, wenn Reinelt plane Glasplatten in einen Spezialofen hineinlegt, biegt oder senkt und dann in Wellenform für schöne Schalen herausholt. "Snowflakes" von Obsidiansplittern inspirieren ihn, ebenso zu neuen Kreationen wie tiefblaue Scherben zerbrochener Prosecco-Flaschen.
Besonders edel geht es im Atelier des "Lord of Stones" Wolfgang Uhl am Rumpenheimer Schloss, Rumpenheimer Schlossgasse 4 zu. Über sein Geheimrezept, glitzernden Quarzsand, Edelsteinsplitter, Farbpigmente und Kunstharz zu malerischen Steincollagen zu verschmelzen, mag er keine nähere Auskunft geben. Er ist auch ohne angemeldetes Patent der einzige Designer, der so etwas kann. In neuen Serien verarbeitet der Musik und Naturliebhaber Fundstücke vorn Spessartrand, wohin es Olivinbomben des vulkanischen Vogelsbergs getragen hat. Uhls Gesamtkunstwerk aus Turmalinen in allen Farben, aus magisch beleuchteten Figurationen, bemalten Buddha Nüssen und farbigen Holzkastenlandschaften verzaubert, zumal er in Grafiken und Aquarellen der Designerin Jutta Hingst ein Pendant findet. Hingsts experimentelle Radierungen an den Wänden, entstanden unter Einsatz von Metallbruchstücken, Stoffresten und Hansaplast, bauen auf Poesie und fantasiereiche Figuration und regen mit ihren abstrakten Strukturen Uhl zu eigenwilligen Schmuckformen an.
Vom Schloss und der Kunstfabrik ist es zur gelb leuchtenden Keramikwerkstatt von Birgit Palt an der Landgraf-Friedrich-Straße 25a nicht weit. In ihrem Kunst-Vorgarten trifft man auf großformatige und farbenreiche Nautilus-Keramiken, Tonskulpturen sowie Garten-Stelen und Keramiktiere. Doch die in Führern genannte Designerin mag sich nicht mit dem Formen von Ton, und dem Glasieren allein begnügen. Sie experimentiert auch, mit Glas und Filz. Ihre originellen Filz-Umhängetaschen mit Op-Art-Effekten erregen nicht nur in Offenbach Aufmerksamkeit.

Offenbach Post März 2009





Offenbach Post  13. September 2008







HERR DER STEINE
von Axel Henselder in Goldschmiede Zeitung ART + DESIGN International Jewelry Magazine

Es sind oft die Quereinsteiger, die mit neuen Sichtweisen das zeitgenössische Schmuckdesign bereichern. 
Das trifft auch auf die Arbeiten des Maschinenbauingenieurs Wolfgang Uhl aus Offenbach am Main 
bei Frankfurt zu. Er hat sich der Magie der Steine verschrieben, die er gekonnt in ihrer natürlichen, 
über Jahrmillionen gewonnenen Ausstrahlung in Szene setzt. Es sind nicht nur Edelsteine, die in den Ketten, 
Armbändern oder auf Ringen zumeist unbearbeitet glänzen. Auch ganz normale Kieselsteine, Versteinerungen, 
Glimmer, Schiefer, Lava oder Basalt und andere Fundstücke aus der Natur verarbeitet Wolfgang Uhl zu Schmuck. 
Dabei sieht er es als eine Herausforderung an, die Juwelen so zu präsentieren, 
dass sie ohne Schleifen und Polieren in ihrer natürlichen Schönheit wirken können. 
Zudem kombiniert er hochwertige, klassische Schmuckmaterialien wie Edelsteine, Bernstein und Perlen 
mit den unedlen Steinen, die man überall finden kann.
Seine kreative Laufbahn begann Uhl mit der Herstellung von Keramikobjekten in den 80er Jahren. 
„Als Ingenieur hatte ich eigentlich nie gearbeitet. Nach dem Diplom wollte ich unbedingt etwas Kreatives machen“, 
berichtet Wolfgang Uhl über seinen Werdegang. Mit einem kleinen Ladengeschäft in der Offenbacher Innenstadt 
sowie der Teilnahme an Künstlermärkten in ganz Deutschland machte er sich einen Namen 
für künstlerisch anspruchsvolle Keramiken, auch überregional.
Bei einem Spaziergang am Rhein las ich einige schön rund geschliffene Kiesel aus dem Flussbett auf. 
Da kam mir der Gedanke, daraus Schmuckstücke zu gestalten. Schnell fand ich Abnehmer für die Unikate. 
Nach den ersten Erfolgen Anfang der 90er Jahre konzentrierte ich mich bald vollständig auf die Schmuckherstellung. 
Wie schon zuvor das Töpfern erlernte ich das Goldschmiedehandwerk autodidaktisch, 
über Fachliteratur und Experimentieren“, erzählt Uhl von seiner zweiten Karriere als Schmuckkreativer.



Nicht nur seine Preziosen sind künstlerisch anspruchsvoll gestaltet. Er investiert auch viel Energie darin, 
sie interessant zu präsentieren. „Durch die Enge in meinem Ladengeschäft konnte und wollte ich nicht 
auf die herkömmlichen Präsentationsmaterialien zurückgreifen. Daher fertigte ich mir platzsparende Kästchen 
aus Holz, die ich individuell passend zu den Stücken gestaltete“, berichtet das Allroundtalent. 
Die Kästchen lassen sich beliebig stapeln oder in eigens angefertigte Schubladensysteme integrieren. 
Für Armreifen und Ringe verbindet er kleine Kästen mit einem Metallstift, so dass sie sich einzeln herausklappen 
lassen. „Da ich meinen Kunden meine Kunden vor allem über Kreativmärkte im gesamten Bundesgebiet gewinne, 
kann ich so meine umfangreiche Kollektion auch auf kleinsten Standflächen aufmerksamkeitsstark präsentieren. 
Zudem wecken die zahlreichen Kästchen den Jäger- und Sammlerinstinkt der Menschen. Die Leute sind 
einfach neugierig, was sich in jeder Schachtel verbirgt. Trotzdem wirkt jedes Schmuckstück für sich, 
erhält den individuell passenden Rahmen. Damit vermeide ich, dass das Einzelstück in der Masse untergeht“, 
erklärt Uhl seine Intension. So wird der Auftritt des Schmuckkreativen auf den Märkten zu einem Gesamtkunstwerk, 
das die Besucher in den Bann zieht. Sein Stand auf dem Künstlermarkt in Offenbach wurde gleich zweimal mit 
dem ersten Preis ausgezeichnet.
Seit 1999 hat Wolfgang Uhl Leben und Arbeiten zusammengeführt und das kleine Ladengeschäft in Offenbach 
gegen Räume im historischen Marstallgebäude des Rumpenheimer Schlosses in einem eingemeindeten Vorort 
von Offenbach eingetauscht. Das Schloss wurde in den 90er Jahren aufwändig restauriert und 
in Eigentumswohnungen umgewandelt. In den ehemaligen Pferdeställen hat er im Erdgeschoss 
sein Atelier eingerichtet, im Obergeschoss wohnt er. 
Die romantische Anlage direkt an der Anlegestelle einer Mainfähre lockt viele Besucher, die ihn bereits auf 
den Märkten kennen gelernt haben, auf eine genussreiche Entdeckungsreise. Der Schmuckkünstler entwickelt ständig 
neue Kombinationen, Formen und Materialzusammenstellungen. Dabei nimmt er auch gerne Anregungen und Wünsche 
seiner Kunden an. Mit seiner Lebensgefährtin Jutta Hingst hat er aktuell die Linie „pintura“ aufgelegt. 
„pintura“ ist ein in Silber gefasster Kunststein. Dabei werden Collagen aus verschiedenen Steinen, 
wie zum Beispiel Basaltsplit, zusammen mit Pigmenten in einem besonderen Verfahren verbunden und geschliffen. 
Das Ergebnis sind bunte Steinkreationen. Jedes Stück ist ein Unikat.











Offenbach Post März 2005


Ungewöhnliche Paare finden sich zum Ring
Schmuckstücke von Wolfgang Uhbeim nstlermarkt

Rumpenheim (siw) • Süßwasserperlen, Schotter, Steine: Daraus macht Wolfgang Uhl Ringe. Manche mit einer einzelnen Perle. andere. Die vom Reiz der ungewöhnlichen Materialpaarung leben. wie etwa die unregelmäßige weiße Perle, der ein schwarzes Stück kantigen Schotters gegenübergestellt ist. Wiederum andere silberne Reifen ziert ein schlichter anthrazitfarbener Stein mit einem hellgrauen Streifen. Wolfgang Uhl kann solche Fundstücke nicht liegen lassen. Er findet viele seiner Werkstoffe beim Gehen: Der Schmuckmacher, der unedle Mineralien genauso wie Edelsteine verwendet, wandert gerne, schaut und entdeckt. An in Form und Farbe ungewöhnlichen Steinen kann sich de48-Jährignicht satt sehenUnd bastelt gleican Ideen rund udiFundscke, assoziiert, sucht Redewendungen, philosophiert.

Der geborene Offenbacher wollte eigentlich "Erfinder" werden, wie esagtDas Maschinenbaustudium hat ihn diesem Ziel nicht näher gebracht: Doch bereits seit geraumer Zeihaeseinen Platz "gefunden"Beim Entwerfen von Schmuckstücken reizt Wolfgang Uh"das Spielerische, das Heitere", wie esagtSei1999 arbeitet der Geschäftsmann in einem Atelier in seiner Wohnung in der Rumpenheimer Schlossgasse 4 (Tel.:069 816178)Vorher war er fast 17 Jahre ieinem kleinen Laden in der Geleitsstraße 9 zfindenDoch dort lief der Mietvertrag aus. Uhmusste sicetwas einfallen lassenDie räumliche Veränderung brachte auch inhaltlichen Wandemisich. DeKeramik, deer sich bis dahin überwiegend gewidmet hatte, sagte er LebewohlUhl beschränkt sich heute fast hauptsächlich aufs Entwerfen von Pretiosen. Obwohes bei manchen seiner Kreationen nicht eindeutiist, ob esich um Schmucoder Objekte handelt"Das überlasse ich meineKunden", sagt der Geschäftsmann. Zum besonderen Kauferlebnis im Nebengebäude des Schlosses gehört übrigens auch die einfallsreiche Präsentation der Schmuckstücke. In teils selbst gefertigten kleinen Schubladen liegen Halsketten und ArmbänderIn kunterbunten Kästchen auf ebenfalls bunt bemalten hölzernen Wäscheklammern wartejede Menge schöner Ringauf interessiertKäuferinnen. Und: Hier darf ordentlich gestöbert werden. Denn auch Trägerin und Schmuckstück müssen sich "finden".
Wenn Wolfgang Uhl nicht in seinem Offenbacher Atelier ist, das dienstags. Mittwochs und donnerstags, jeweils von 10 bis 19 Uhr für Kunden geöffnet ist, ist er unterwegs und spaziert durch die Natur oder er ist bei einem der zahlreichen Kunsthandwerker- und Künstlermärkte. Die ihn oft in den Süden Deutschlands und bis nach Luxemburg führen. Zuletzt verkaufte er seine außergewöhnlichen Halsketten, Ohrringe und Armbänder beim Frankfurter Museumsuferfest.
Doch am Sonntag. 12. September, hat der Steinesammler ein Heimspiel: Dann nämlich bietet Wolfgang Uhl Schmuck und Objekte beim zweiten Offenbacher Künstlerrnarkt auf dem Wilhelmsplatz zum Kauf an: An mehr als 60 Ständen werden dort von 11 bis 18 Uhr Kunst. Fotos und allerlei Dekoratives aus Ton, Holz, Keramik und Metall mit einem bunten Programm präsentiert.

Offenbach Post 2. September 2004








Frankfurter Rundschau Oktober 2003









Offenbach Post Februar 2003








Frankfurter Rundschau 21. September 2002







Stadt Post 14. November 1999








Offenbach Post Oktober 1999